Wenn frau nicht nur für wenige Wochen nach Island will, sondern für ein halbes Jahr, liegt ja einiges zum Mitnehmen an. Im Flieger sind die Gepäckstücke limitiert, also muss ein anderes Transportmittel her - das Auto!
Ursprünglich wollte ich ja mit dem Jeep losdüsen, allerdings würde der Wagen dort nur rumstehen, weil es im Winter nicht wirklich Möglichkeiten wegzufahren gibt. Und für die Rückkehr im Frühjahr ist die Passstraße höchstwahrscheinlich noch nicht geöffnet. Ich glaube, in diesem Jahr wurde die Straße irgendwann im Juni geräumt! Das Auto müsste also noch länger dort stehen bleiben, bis ich es wieder holen könnte.
Also wird mein Mann mich und mein Gepäck fahren und zwar mit der Fähre Norröna.
Die Norröna ist die einzige offizielle Autofähre, die Island mit Mitteleuropa verbindet; die Gesellschaft dahinter ist die Smyrilline!
Wir sind schon mal mit dieser Fähre 2011 mit eigenem Wagen nach Island gefahren und ich habe diese Überfahrt - abgesehen vom exorbitanten Preis - in bester Erinnerung. 2011 war ein extrem anstrengendes Jahr, entsprechend erschöpft war ich. Deshalb verschliefen Hans und ich den ersten Tag auf der Fähre in unserer Kabine, sanft gewiegt von den Wellen .
Die Fähre hat allerdings noch einen Nachteil: sie legt im äußersten Norden von Dänemark, in Hirtshals ab, das sind von uns aus 1109 km. Die Strecke ist mit einer Übernachtung in der Nähe von Hamburg vorgesehen, deshalb werden wir hier am 24.9. losfahren.
Der Herbstfahrplan ist etwas anders gestaltet als der Sommerfahrplan, es geht am 25.9. um 15 Uhr ab, am Montag legen wir um 5 (seufz) Uhr morgens auf den Färöern an und um 14 Uhr geht es weiter nach Island.
Am Dienstag den 29.9. soll das Schiff dann um 9 Uhr morgens in Seyðisfjörður eintreffen und legt dann mittwochs abends wieder ab. So lange Zeit bleibt, damit Hans mich in den Mjóifjörður bringen kann. Das sind Luftlinie knappe 20 km, aber mit dem Wagen über 80 km.
Strecke
Das ist übrigens die Aussicht vom Schiff aus auf Dalatangi